Donnerstag, 19. Januar 2017

Update zum Jahresanfang: Kurzgeschichten, Rollenspiel, Monsterfresser, Space-Shooter, Taschenbücher und zu wenig Zeit! :-)

Nachdem ich den Blog mal wieder für lange Zeit sträflich vernachlässigt habe, nun mal ein Jahresanfangsupdate.

Erstmal: Nachwelt 2018 geht in die vierte Runde. Die Staffel heisst "Wagenburg" und ist hier zu finden:


https://www.youtube.com/playlist?list=PLG0vck12VCmR22wlvLDqJSXqwlemxzawd

(Einfach auf das Bild klicken)

Womit habe ich mir sonst die Zeit vertrieben?

Bei mir ist es ja so: immer wenn NACHWELT 2018 in die Pause geht, kümmere ich mich sowohl um die Aufbereitung der jeweils letzten Staffel, produziere noch Bonus-Inhalte und arbeite an meinen anderen Serien (Leonard Leech –Der Monsterfresser, Robert Capou und N´amercaá – Geschichten ausder gnadenlosen Stadt).

Diesmal, nach dem Staffelfinale von Blutarm, war es allerdings so, dass es mich beim Monsterfresser ziemlich gepackt hat und ich statt einer oder zwei neuen Folgen gleich sechs geschrieben habe. Noch dazu habe ich mich entschieden, statt, wie sonst, hauptsächlich Hörbücher, jetzt auch verstärkt eBooks zu veröffentlichen und die bisherigen acht Folgen auch als Sammelband im Taschenbuch-Format anzubieten.

Es war also die Staffelpause des Monsterfressers, wenn man so will. Die Ergebnisse findet man hier: :-)



Marshal Leech, Veteran des Bürgerkriegs, stellt nach langer Jagd eine Bande von Outlaws in einer uralten indianischen Ritualhöhle. Was sich im Verlauf der Auseinandersetzung dort abspielt, überschreitet seinen Horizont bei Weitem und wird ihn für immer zu einem anderen machen. 


Zu etwas anderem.
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Nachdem Leech seine ersten Jahre als Monsterfresser hinter sich gebracht und so manches über seinen neuen Daseinszustand gelernt hat, hat er sich in Plainview niedergelassen und betreibt dort einen Saloon.

Anfangs scheint das die ideale Lösung für ihn zu sein, doch bald ereilt ihn eine Rastlosigkeit, mit der er nicht gerechnet hatte.

Als er dann auf dem örtlichen Friedhof einen schwer verletzten Mann findet, deutet alles auf das Wirken einer übernatürlichen Bestie hin - und mit dem beschaulichen Leben ist es endgültig vorbei.
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Ein Mann Gottes (Leonard Leech - Der Monsterfresser 3)

"Für so etwas wie sie, Seargent Leech, hat man in meinem Orden noch keinen Namen." "Ihr Orden?" "Der Orden. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den Willen des Herrn durchzusetzen, mit allen Mitteln, die nötig sein mögen. Wir sind das Feuer und das Schwert, wenn sie so wollen."

Erst jetzt fiel Leech auf, dass der Priester seinen Kavalleriesäbel an sich genommen und an seinem eigenen Gürtel befestigt hatte.

"Ich werde Sie töten, früher oder später, das steht fest, so will's der Herr, spätestens zurück in Plainview, um Burns diesen Gefallen zu tun. Aber das "Wie" ist verhandelbar. Es kommt darauf an, wie kooperativ Sie sind. Ob Sie bereit sind, mir von sich zu erzählen, Mister Leech. Von sich und von allem, was Sie wissen!"

Leech lachte laut auf, aber das Lachen ging schnell in einen Hustenanfall über, als der blutigen Schleim aus seiner Lunge in seinen Mund katapultierte und der jetzt in langen Fäden von seinen Lippen tropfte.
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Schwester voll der Gnade (Leonard Leech - Der Monsterfresser 4)

Laymont hatte das Ritual vollzogen und so war sie eine von ihnen geworden. Eine Bluttrinkerin. Ihre Sklavin zuerst, dann ihre Geliebte, dann ihre Freundin. Jahrzehnte hatte das gedauert, Jahrzehnte, in denen sie sich immer weiter verändert hatte. Von der Beute zum Raubtier, und dann, irgendwann, war sie es, die die Entscheidungen traf und es waren Laymont und Marks, die folgten. Sie hatte vergessen, wie es war schwach zu sein, hatte vergessen, wie es war benutzt und gedemütigt zu werden, hatte vergessen, wie es sich anfühlte, Angst zu haben.

Und dann war Leech in ihre Kutsche gestiegen, mit seiner schwarzen Augenklappe, und alles hatte sich wieder geändert.

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Die Bestien von Fort Hunter (Leonard Leech - Der Monsterfresser 5)

Das Tier riss den Mann mit sich mit und für eine Sekunde hob es, als Ausdruck urwüchsigen Triumphes, den Kopf in den Nacken, wirbelte den hilflos zappelnden Mann hin und her und schleuderte ihn in den Dreck wie eine Puppe.

Der Jäger war noch am Leben, versuchte, sich mit verrenkten Gliedern in Sicherheit zu bringen, doch es gab keine. Wieder beschrieb der Büffel einen weiten Kreis, zog eine Staubwolke hinter sich her, ließ den Dahinkriechenden sehen, was er tat.

Dann war er ein weiteres Mal bei ihm, trampelte über ihn hinweg und diesmal rührte der Jäger sich nicht mehr. Leech konnte das Blut des Mannes an dem Horn herunterlaufen sehen, als das Tier endlich von dem Toten abließ und sich, seinem Urtrieb gehorchend, daran machte seiner Herde zu folgen.
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Blutzoll (Leonard Leech - Der Monsterfresser 6)

Dann, gleichzeitig von allen Seiten, aus jedem der bösartigen Rattenmäuler ein hohes, vielstimmiges Kreischen, ein böses, bedrohliches Aufleuchten in den roten Augen. Kaum war das Kreischen vorüber, stürzten sich die Ratten auf die beiden Bohannons.Das erste Tier, das den Älteren der beiden erreichte, sprang ab und verbiss sich sofort in dessen Hals. Der Mann schrie, ließ seinen Revolver fallen, versuchte, das Tier von sich wegzureißen.

Leech hob seine Waffen.
Das Zeitfenster war klein.
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Bohannons letzter Ritt (Leonard Leech - Der Monsterfresser 7)

Es war wütend, das Vielgesicht. Es tobte um Leech herum, schlug ihm mit Adlerschwingen Wind ins Gesicht, schubste ihn mit Bärentatzen, fauchte ihn an als Puma, stürmte als Büffel auf ihn zu, wich im letzten Moment aus, streifte ihn mit der massigen Schulter, sodass er im leeren, schwarzen Raum umhergewirbelt wurde, nur um hart auf einem Boden aufzuschlagen, der eigentlich gar nicht da war. Das Tier stieß als gigantische Eule auf ihn herab, trug ihn hoch, hoch in die Luft und immer weiter hoch, nur um ihn gleich wieder fallen zu lassen. Er fiel und fiel und fiel und die Gesichter und Inkarnationen des Tieres rasten an ihm vorbei. Dann schlug er auf, nur um sich erneut hochzurappeln.

Kaum, dass er wieder auf seinen Füßen stand, wurde er von dem riesigen Schwanz einer Klapperschlange erneut von den Beinen gefegt. Er begriff. Diesmal blieb er unten, auf allen vieren und wartete.

Eine Kobra baute sich vor ihm auf, sah ihn aus kalten Reptilienaugen an. Sie zischte und züngelte, riss den Kiefer auf, wurde groß wie Haus, groß wie ein Berg, warf Schatten auf ihn, kam immer näher, drohte ihn zu verschlucken und dann, plötzlich - ein Hase, klein, mümmelnd. Er klopfte mit seinem Hinterlauf auf den Boden. An seiner Stelle eine Katze, ein Opossum, eine Maus, eine Ratte, ein Eichhörnchen, ein Reh, ein Wiesel, dann die Vielgestalt; ein Bär mit Adlerschwingen und Geweih, dann ein Tausendfüßler und wieder die Eule, die spielerisch und wohlwollend mit ihrem Schnabel nach ihm pickte und ihn mit großen Augen ansah.

Sie hatte ihn umgeworfen, er lag auf dem Rücken, über ihm kreiste ein Falke, stieß seinen Schrei aus, stieß auf ihn herab, und als der Falke seine Krallen in ihn schlug, wachte Leech auf.
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Zwei Ghoule und ein Gitter (Leonard Leech - Der Monsterfresser 8)

"Ein Wort der Warnung: Sollten Sie Ärger mit dem Gesetz bekommen, stehen Sie alleine da. Die Universität ist vom Wohlwollen der menschlichen Behörden abhängig und wird vollumfänglich mit diesen kooperieren, falls nötig. Wenn sie also etwas zu regeln haben, regeln Sie es. Und zwar diskret. Davon abgesehen ist es Ihnen selbstverständlich verboten, Mitglieder der Universität zu fressen. Unter Todesstrafe. Das gilt überall. Auf dem Gelände der Miskatonic und auch außerhalb unserer Mauern. Haben Sie das verstanden?"

Die Drohung in den Worten des Werwolfs war unverhohlen und klang grimmig, was Leech nicht wunderte, hatte er doch seinerseits ebenfalls nicht verhohlen, dass er schon viele Artgenossen des Italieners in Jenseits befördert und einem höheren Zweck - seinem Überleben - zugeführt hatte und im Allgemeinen nicht besonders viel von ihnen hielt.
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Die Taschenbuch-Version gibt es hier.

Ein paar andere Dinge habe ich aber doch noch geschafft.

1: Das erste Nachwelt 2018 Hörbuch abgetippt (weil es schneller ging, als die verwirrenden ersten Manuskripte zu korrigieren … ). „Die Ratten von Frankfurt“ kommt also bald auch als Ebook und Print. Das werde nach und nach auch mit den anderen Hörbüchern „Unter Ivans Knute“ und „Blutarm“ machen, und hoffe, bis zum Finale von „Wagenburg“ alles aufgearbeitet zu haben.

2: Die dritte N´amercaá-Story „Im Streitkreis ist - von kosmetischen Korrekturen abgesehen - fertig geschrieben. Hörbuch und eBook kommen vermutlich im Februar, vielleicht früher.

3: „Nosferatu 13“ nähert sich dem Ende seiner Entwicklungszeit. Ein netter, kleiner(!) old-school Space-Shooter mit einiger ... hm ... "Dialoglast". Wird übrigens ein kostenloses Schmankerl! :-)


Rezensionen von mir wird es vermutlich dieses Jahr aus Zeitgründen weniger geben, aber was ich im Moment an Büchern noch vor mir liegen habe, ist Folgendes:

„Red Harvest“ von Dashiel Hammet
„Red Rising – Im Haus der Feinde“ von Pierce Brown.
„Red Rising – Tag der Entscheidung“, auch von Pierce Brown. Logisch irgendwie. ;)

Sehr viel „Red“ also, aber nicht jedes „Red“ meint Blut. :-) Aufgrund all der Projekte und Serien schaffe ich allerdings höchstens 3-5 Seiten täglich, also wird es noch ziemlich lange dauern, bis ich meine Meinung zu den Büchern kundtun werde. Allerdings behaupte ich schonmal, ungelesen und vom Hörensagen her, dass die Werke alle mehr als gelungen sind. :-)

Auf der Strecke geblieben ist in dieser Staffelpause leider meine Krimi-Reihe „Robert Capou“. „Sorry, Robert, es war einfach keine Zeit für Dich!“
(Ich hoffe er nimmt es mir nicht krumm, er ist nämlich ein wenig rachsüchtig … nicht so wie „John Wick“, aber trotzdem …)

Weiterhin ist fertig geworden: die Kurzgeschichte "Refugium" von Askin-Hayat Dogan, die im Rahmen des Jungautoren-Wettbewerbs 2015 des dystopischen Pen&Paper-Rollespiels NoReturn ( www.noreturn-rpg.de ) enstanden ist. War schön und spaßig mal wieder einen fremden Text zu lesen, vorallem für Mit-Apokalyptiker wie das NoReturn-Team ... und sehr schick geworden ist das Video auch, mit Musik und Animationen und so! (!!!) :-)


https://youtu.be/dcmsDRNOUak


Oho, und ja, etwas Erfreuliches gibt es noch zu berichten: mein Youtube-Kanal hat seit ein paar Tagen die 50.000 Aufrufe überschritten. Da lacht sich ein „echter“ Youtuber natürlich schlapp, aber ich freue mich trotzdem sehr darüber und sage vielmals: DANKE SCHÖN!

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